Flächengerechtigkeit, Biodiversität und Umweltvorsorge

Flächenversiegelung, Neu-Inanspruchnahme unverbauter Flächen anstelle von Wiedernutzung von Gewerbebrachen, Stickstoffeintrag und Überdüngung und daraus resultierend Verarmung der Flora und Fauna prägen unser Bundesland ebenso wie ein Kompetenz-Wirrwarr bei der Raumordnung. So sind Landesplanung, Naturschutz und Verkehr in der aktuellen Regierung auf drei Ministerien verteilt, was eine nachhaltige Flächenvorsorge verhindert.

Eine sinnvoll koordinierte Landesplanung findet seit Jahren nicht mehr statt, und erst recht wird sie den aktuellen Anforderungen einer nachhaltigen und ökologischen Ausrichtung nicht gerecht. Das zeigt sich aktuell am Beispiel der geplanten Neuansiedlung eines Batteriewerks des chinesischen Unternehmens SVOLT:

  • Werke sind in unmittelbarer Nähe von Bahnstrecken geplant, jedoch ohne Gleisanschluss.
  • Raumordnungsverfahren werden nicht durchgeführt.
  • Vorgaben nach Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie werden missachtet.
  • Alternative Standorte in günstiger Lage, insbesondere die Fläche am gut erschlossenen Kraftwerk Ensdorf, bleiben unberücksichtigt.

Biodiversität und Artenvielfalt sind ein besonderes Anliegen für bunt.saar. Wir setzen uns daher ein für:

  • Mehr Wildnis für mehr Artenvielfalt: Ausweisung weiterer Gebiete nach dem Vorbild des »Urwalds vor den Toren der Stadt« bei Saarbrücken, u.a. im Warndt, am Altarm der unteren Saar rund um Kanzem, Wiltingen und Schoden, aber auch im Umfeld des Nationalparks Hunsrück-Hochwald. Zielvorgabe (langfristig): 10 % der Fläche des Saarlands.
  • Einrichtung eines zweiten Biosphärenreservats, das den Bereich der Nahe- und Bliesquellen sowie den touristisch bedeutsamen Bostalsee umfasst (mittelfristig).
  • Renaturierung von Bächen und Flussabschnitten: Renaturierung auch von Prims und Rossel (zusätzlich zu Ill und Blies) sowie Schutz bzw. Neuanlage von Auenlandschaften und Feuchtwiesen an allen Bachläufen des Saarlandes – auch im Sinn eines verbesserten Hochwasserschutzes.
  • Saarlandweites Gesamtkonzept für die pädagogische Inwertsetzung vorhandener Wildparks und Zoos, die den Wert der Artenvielfalt anschaulich machen. Im gleichen Kontext: Neuaufbau des 2016 geschlossenen Botanischen Gartens an der Universität des Saarlandes.
  • Beratungsangebote für nach konventionellen Methoden arbeitende Landwirt*innen mit best practice Beispielen für erfolgreiche Bewirtschaftung mit weniger synthetischen Herbiziden und Pestiziden.
  • Aufklärung über die positive Wirkung gemeinhin als hässlich empfundener Maßnahmen für die Artenvielfalt und damit den natürlichen Klimaschutz: echte Brachen (mit natürlicher Vegetation, ohne Einsaat), über Winter stehenbleibende Altgrasstreifen, »unordentliche« Gärten und dergleichen.

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